Home > Research > Publications & Outputs > Grenzen, Zäune und Obergrenzen – Österreich in ...

Links

Text available via DOI:

View graph of relations

Grenzen, Zäune und Obergrenzen – Österreich in der „Flüchtlingskrise“: Metadiskursive Begriffsaushandlungen in der mediatisierten Politik

Research output: Contribution in Book/Report/Proceedings - With ISBN/ISSNChapter

Published
Close
NullPointerException

Abstract

Die sogenannte „Flüchtlingskrise“ ist seit 2015 Bezugspunkt zahlreicher diskursiver Konflikte im Bereich der Politik. In Österreich war die mediatisierte Politik in den Jahren 2015 und 2016 geprägt von metadiskursiven Begriffsaushandlungen im Zusammenhang mit der Errichtung eines Grenzzauns und der Festlegung einer Obergrenze für Geflüchtete. Beide Themenbereiche brachten ernsthafte ideologische und rechtliche Bedenken auf und wurden daher weitgehend euphemisiert bzw. beschönigt. Als Reaktion auf den wachsenden Druck der politischen Rechten waren die Äußerungen zu beiden Themen aber auch als Signale an die Wähler gedacht. Dieser Artikel präsentiert eine diskurshistorische Studie zur Normalisierung restriktiver Politik im theoretischen Rahmen von Grenz- und Körperpolitik, der Darstellung des „Anderen“ und der Mediatisierung politischer Prozesse.